Freizeittipps für die schönen Stunden mit der Familie

Kategorie Freizeit

Schacheröffnungen – was man darüber wissen sollte

Schacheröffnung
Schacheröffnung

“Weiß zieht und gewinnt!” lautet eine alte Schachweisheit, die aber nicht immer richtig ist.

Es kann manchmal einfacher sein, nicht selbst agieren zu müssen, sondern nur auf die Züge des Gegners zu reagieren.

Doch wenn dessen Züge so zwingend sind, dass man immer nur wenige Möglichkeiten zur Antwort hat, wird es gefährlich.

Die Schacheröffnung ist der Grundstein des Spiels

Dann kann die Regel leicht zur Gewissheit werden. Schacheröffnungen – die ersten Züge im Spiel – sind eine Wissenschaft für sich. Weil man vermutet, mit den ersten Zügen schon den Grundstein zum späteren Sieg legen zu können, werden ihnen so viele Überlegungen gewidmet. Bücher wurden darüber geschrieben. “Matt in vier Zügen” gibt es nicht erst im Endspiel auf dem Schachbrett. Dem Anfänger kann es leicht passieren, dass das Spiel für ihn nach vier Zügen schon vorbei ist – eine kurze Eröffnung. Das passiert ihm aber meist nur einmal. Dann kennt er diese Eröffnungszüge, und es dauert zumindest einige Züge länger bis zum Schachmatt.

Experten können aus den Schacheröffnungen schon erkennen, welche Strategie die Spieler verfolgen. Diese Strategieen müssen zueinander passen, sonst gerät ein Spieler schnell in Rückstand. Es gibt Schacheröffnungen, die zu einem offenen Schlagabtausch führen und schnell erhebliche Figurenverluste nach sich ziehen können. Bei einem “geschlossenen” Spiel wird gemauert. Da versucht ein Spieler, sich eine extrem starke Verteidigungsstellung zu schaffen, die von seinem Gegner nicht geknackt werden kann – bis er schließlich selbst zum Schlag ausholen kann. Das kann aber auch in das Auge gehen. Wenn es dem Gegner gelingt, den König zu fesseln und ihn ins Schach zu bringen, hilft die Verteidigungsstellung nichts mehr.

Das Figurenopfer oder Gambit

Versierte Schachspieler haben meist ihre bevorzugte Schacheröffnung, eventuell auch zwei oder drei. Dann können sie variieren, je nach den Informationen, die sie über ihren Gegner haben. Bestimmte Eröffnungen erfordern in der Regel – wenn man sich keine Nachteile einhandeln will – auch eine bestimmte Antwort. Doch schon nach wenigen Zügen sind die Möglichkeiten so vielfältig, dass es kaum eine Partie gibt, die mit einer anderen vollständig identisch ist. Dazu gibt es viel zu viele Möglichkeiten, um mit irgendeiner Figur zu ziehen.

Schon die Schacheröffnung kann von einem Figurenopfer bestimmt sein. Oft ist es ein Bauer, der eine Bresche in die gegnerische Stellung schlagen oder zu einem Zug zwingen soll, damit man im Verlauf des Spieles Vorteile erzielen kann. Solche Eröffnungszüge nennt man Gambit. Bekannt sind insbesondere das Damen- und das Königsgambit, bei dem der Bauer vor Dame oder König betroffen ist.